Guido von Stürler: Zwischen den Systemen – Kunst im vernetzten Jetzt
Alles hängt mit allem zusammen – dieses Wissen des Naturforschers Alexander von Humboldt bildet den Resonanzraum für die Ausstellung «Zwischen den Systemen – Kunst im vernetzten Jetzt» von Guido R. von Stürler in der Kunsthalle Wil. Vierzig Jahre nach seiner Mitwirkung an der legendären Ausstellungsreihe Hier & Jetzt (1986/87), die den Grundstein für die Gründung der Kunsthalle Wil legte, kehrt der Künstler mit einer umfassenden Werkübersicht zurück, die frühe Arbeiten der 1980er- und 1990er-Jahre mit aktuellen Werkgruppen verbindet.
Von Stürlers künstlerische Praxis bewegt sich seit jeher im Spannungsfeld zwischen Organischem und Anorganischem, zwischen Körper, Technik und gesellschaftlichen Strukturen. Seine skulpturalen Werke sind keine abgeschlossenen Objekte, sondern meist offene Systeme – sie atmen, reagieren, transformieren. Dieses Denken in Prozessen, Verbindungen und Übergängen prägt sein gesamtes Werk und wird in der Ausstellung sichtbar als vielschichtiges Netz aus Vergangenheit und Gegenwart, Materie und Code, Idee und Resonanz.
*1956, aufgewachsen in Sydney AUS, lebt und arbeitet seit 1985 in Wallenwil TG



