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News
Publiziert am 19. Nov 2025, 08:55 Uhr

Zwischen Algorithmus und Atelier: Wie KI die Kultur verändert

Beim sechsten KulturStammtisch von ThurKultur stand das Thema «Künstliche Intelligenz trifft Kultur» im Zentrum. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Kultur diskutierten, wie KI Kunst, Institutionen und kreatives Schaffen verändert und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind.

 

Wie verändert Künstliche Intelligenz (KI) die Art, wie Kunst entsteht? Und wo liegen Chancen und Risiken für das kreative Schaffen? Diese Fragen standen im Zentrum des diesjährigen KulturStammtischs von ThurKultur, der in der Komtureibeiz in Tobel stattfand. Bereits zum sechsten Mal waren politische Vertreterinnen und Vertreter der 22 ThurKultur-Mitgliedgemeinden, Kulturschaffende, Kulturveranstaltende sowie Interessierte eingeladen, sich zu einem aktuellen Kulturthema auszutauschen, mitzudiskutieren und sich zu vernetzen.

Was KI heute bereits prägt

Nach der Begrüssung durch ThurKultur-Präsident David Zimmermann führte Nikki Böhler, Mitbegründerin von Intersections, in die Thematik ein. Sie zeigte auf, wie stark KI die Kulturwelt bereits verändert – von der Entstehung künstlerischer Werke über das Publikumserlebnis bis hin zur Arbeitsweise von Institutionen. Zugleich machte sie deutlich, dass KI längst Teil unseres Alltags ist und sich nicht einfach ausblenden lässt. Eine Haltung der reinen Verweigerung, so betonte sie, bringe die Kulturbranche nicht weiter. Wichtiger sei es, kritisch zu bleiben, sich auszutauschen und sich als Individuen aktiv in diese gesellschaftliche Entwicklung einzubringen. «Kultur und kreatives Schaffen ist zutiefst menschlich, und wir wollen diesen Kern verständlicherweise schützen», betonte Böhler. Gerade deshalb brauche es eine offene, reflektierte Auseinandersetzung damit, wie KI als Werkzeug genutzt werden kann, ohne die kreative Entscheidungsfreiheit und Vielfalt zu gefährden.

Fragen, Austausch und Weiterdenken

Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Perspektiven einzubringen. Die Diskussion zeigte, wie breit das Thema in der Kulturszene verankert ist und wie unterschiedlich die Erwartungen, aber auch die Hoffnungen sind. Beim anschliessenden Apéro – eröffnet von David Zimmermann – wurde das Gespräch lebhaft weitergeführt, vertieft und um persönliche Beispiele aus dem Kulturbetrieb ergänzt.

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